Eine Gewinn-und-Verlust-Rechnung ohne Buchhalter lesen
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Eine Gewinn-und-Verlust-Rechnung schüchtert ein, weil sie voller Buchhalter-Wörter ist. Streichen Sie die, und die GuV beantwortet drei Fragen. Was kam rein. Was ging raus. Was bleibt. Alles andere ist Formatierung.
Die drei Abschnitte
Umsatz ist alles, was Kunden Ihnen im Zeitraum gezahlt haben. Nicht, was sie Ihnen schulden — was gezahlt wurde (oder fakturiert, je nachdem, wie Ihre Bücher geführt werden. Fragen Sie nach. Es macht einen Unterschied). Die Aufwendungen zerfallen in zwei Gruppen. Kosten der Arbeit: Material, Subunternehmer, alles, was mit Aufträgen skaliert. Und Gemeinkosten: Software, Versicherung, Marketing, alles andere. Der Nettogewinn ist, was nach beiden übrig bleibt.
Die zwei Zahlen, die Sie zuerst prüfen
- Bruttomarge: Umsatz minus direkte Kosten, in Prozent. Das ist Ihr Arbeit wert, vor Gemeinkosten. Ist sie dünn, fressen Rabatte oder zu niedrige Angebote Sie auf — kein Kaffeekassen-Sparen repariert das.
- Nettomarge. Was nach allem übrig bleibt. Unter etwa 10 Prozent bei einem Dienstleistungsunternehmen bedeutet meist: Das Problem sind die Preise, nicht die Ausgaben.
Trends schlagen Schnappschüsse
Die GuV eines Monats ist ein Foto. Zwölf sind ein Film. Vergleichen Sie Quartale. Sinkender Umsatz bei steigenden Kosten ist eine Geschichte, die Ihr Bauchgefühl Monate braucht und die auf dem Papier eine Minute dauert. Achten Sie auf einen Großkunden, der den Umsatz stützt. Und darauf, dass „Sonstiges“ still Ihre drittgrößte Ausgabe wird.
Eine GuV müssen Sie nicht erstellen. Buchhaltungssoftware macht das. Lesen müssen Sie sie — monatlich, fünf Minuten. Ziehen Sie Ihre SimplyQuote-Rechnungen in Ihre Bücher, und wenigstens die Umsatzzeile bleibt immer ehrlich.
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